Die COVID-19-Pandemie war für viele Bereiche unseres Lebens ein Wendepunkt – und die Mobilität bildete keine Ausnahme. Die Angst vor Ansteckung, neue Sicherheitsprioritäten und veränderte Reisegewohnheiten haben uns dazu gebracht, unsere Fortbewegung neu zu denken. Shared Mobility – vom Carsharing bis zu Fahrrädern und E-Scootern – wurde zu einem zentralen Akteur dieses Wandels.
Angst und leere Busse
In den ersten Monaten der Pandemie wurde der öffentliche Nahverkehr zum Symbol des Risikos. Busse, U-Bahnen und Züge, die einst überfüllt waren, leerten sich fast über Nacht. Die Menschen suchten nach Alternativen: sicheren, individuellen Optionen, die den Kontakt zu anderen minimierten.

Untersuchungen des Internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen (UITP) zeigen, dass die Fahrgastzahlen im Jahr 2020 um 70–90 % einbrachen. Selbst Jahre später wirkt diese Angst in den Mobilitätsgewohnheiten von Millionen Menschen nach.
Fahrradboom
Als die Abhängigkeit vom öffentlichen Nahverkehr abnahm, stieg das Interesse am guten alten Fahrrad unerwartet stark an. In Europa wuchsen die Fahrradverkäufe um 23 %, in den USA um 65 %.

Die Menschen stiegen aufs Rad, erkundeten neue Strecken und lernten die umweltfreundlichen und sicheren Vorteile des Radfahrens schätzen. Die Städte zogen nach: Neue Radwege, Zuschüsse für den Fahrradkauf und erweiterte Verleihangebote halfen, sich an die neue Realität anzupassen.
Mikromobilität: Scooter im Aufwind
Nicht nur Fahrräder erlebten einen Boom. E-Scooter und Mopeds wurden zu Helden der Pandemiezeit. Die kompakten Fahrzeuge waren ideal für kurze Wege – zum Einkaufen, zu einem Termin oder einfach in der Freizeit.

Laut einem Bericht von Deloitte ist die Nutzung von Mikromobilitätsangeboten im Jahr 2020 um 60 % gestiegen – ihr Reiz lag darin, dass sie leicht zugänglich, bequem und kontaktarm waren.
Carsharing: Der flexible Retter in der Not
Auch Carsharing erwies sich in der Pandemie als zentrale Lösung. Es verband den Komfort eines eigenen Autos mit der Flexibilität einer Miete. Carsharing-Anbieter passten sich schnell an die neue Realität an:
- Sie führten Langzeitmieten ein, mit denen Nutzer Autos für Wochen oder sogar Monate mieten konnten
- Sie ergänzten kontaktlose Technologien zum Buchen und Entsperren der Autos per App, um das Infektionsrisiko zu minimieren
- Sie verschärften die Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich einer verpflichtenden Desinfektion zwischen den Fahrten

Fun Fact: Einige Carsharing-Betreiber gingen sogar noch weiter und führten einen speziellen „Büro“-Tarif ein, mit dem Nutzer im Auto sitzen konnten, ohne irgendwohin zu fahren – ein privater Rückzugsort während der Lockdowns
Die Pandemie eröffnete dem Carsharing auch unerwartete Chancen. Autovermieter, die mit einem drastischen Einbruch des Tourismus konfrontiert waren, kooperierten mit Carsharing-Betreibern, um ihre Flotten weiter auszulasten. Andere, wie Hertz, meldeten Insolvenz an, was den Markt erheblich veränderte. RideNow, Kunde von CT Mobility, nutzte diesen Umbruch und vergrößerte seine Flotte im ersten Betriebsjahr um das Zehnfache.
Eine Studie von Visa ergab, dass 78% der Nutzer weltweit im Jahr 2020 kontaktlose Zahlungen bevorzugten
Wir bei CT Mobility wurden für viele Shared-Mobility-Betreiber zum bevorzugten Technologiepartner – mit einer Plattform, die kontaktlosen Zugang, Analysen für das Fuhrparkmanagement und lokale Zahlungsintegrationen unterstützt. Mit diesen Tools konnten Betreiber schnell auf neue Herausforderungen reagieren und ihre Kunden auch in schwierigen Zeiten halten.
Eine neue Ära der Nachhaltigkeit
Einer der unerwarteten Nebeneffekte der Lockdowns war ein deutlicher Rückgang der Luftverschmutzung. Als Millionen Autos nicht mehr die Straßen verstopften, konnten die Städte aufatmen. Das machte deutlich, wie wichtig umweltfreundliche Mobilität ist. Viele Städte begannen, massiv in Infrastruktur für Fahrräder, Elektroautos und andere emissionsarme Verkehrsmittel zu investieren.

Allein im Jahr 2020, so die European Cyclists’ Federation (ECF), stellten europäische Städte über 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur bereit.
Was wir gelernt haben
Die Pandemie hat die Regeln der persönlichen Mobilität neu geschrieben. Wir haben gelernt, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Flexibilität zu schätzen. Mikromobilität, Carsharing und individuelle Verkehrsmittel gelten nicht mehr als optionale Extras – sie sind unverzichtbar. Technologie hat diesen Wandel erleichtert, und Plattformen wie CT Mobility helfen Betreibern, moderne Standards zu erfüllen.
Während die Welt langsam zur Normalität zurückkehrt, sind diese Veränderungen gekommen, um zu bleiben. Flexibilität, kontaktlose Lösungen und Nachhaltigkeit sind keine Trends mehr – sie sind die neuen Standards, die die Zukunft der persönlichen Mobilität prägen.

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